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Interessengemeinschaft Britisch Kurzhaar und Britisch Langhaar

Kastration und Sterilisation

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet. Sie meinen aber durchaus unterschiedliche Verfahren.

Kastration

Als Kastration bezeichnet man die chirurgische Entfernung der Geschlechtsdrüsen, also bei Katern die Hoden und bei Kätzinnen die Eierstöcke, wobei bei letzteren die Gebärmutter, die sonst verkümmern würde, meist mit entfernt wird. Tiere, die nicht in der Zucht eingesetzt werden, sollten auf jeden Fall kastriert werden.

Nicht nur für den Besitzer ist ein spritzender Kater oder eine dauerrollige Kätzin unangenehm, auch die Tiere leiden darunter. Deshalb ist auch eine Sterilisation, bei der das sexualspezifische Verhalten erhalten bleibt, nicht angezeigt.

Sterilisation

Hierbei handelt es sich um die Unfruchtbarmachung ohne Entfernung der Geschlechtsdrüsen.

Manche Züchter verwenden sterilisierte Kater, um bei Kätzinnen den Östrus durch den Deckungsreiz zu beenden, diese aber nicht aufnehmen sollen. Nach der Geschlechtsreife kastrierte Kater können oft ein Leben lang unfruchtbar decken, verlieren aber aufgrund des absinkenden Testosteronspiegels ihre Penisstacheln.

Die Sterilisation erfolgt beidseits durch die Entfernung eines Stücks aus dem Samenstrang. 6 Wochen nach dem Eingriff dürfte kein Samen mehr vorhanden sein.

Die Sterilisation verändert weder die Libido noch die Begattungsfähigkeit. Da eine GnRH-Injektion jedoch den Östrus schneller und sicherer beendet, muss keinem Kater eine Sterilisation zugemutet werden. Bei einer Kätzin gibt es für eine Sterilisation überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund. Ein verantwortungsvoller Tierarzt wird deshalb eine Sterilisation von Katzen, gleich ob Kater oder Kätzin, immer ablehnen.

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