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Interessengemeinschaft Britisch Kurzhaar und Britisch Langhaar

Hormone bei der Katze

Fortpflanzungsmanipulation mit Hormonen bei der Katze

Von W. Jöchle (Zusammenfassung)

dheelis wurfkisteDer derzeitige Wissensstand über die Fortpflanzungsbiologie der weiblichen Katze hat über die bewährte orale Gestagenanwendung zur Östrusverhütung bzw. Zyklusunterbrechung hinaus noch keine neuen Ansätze zur Fortpflanzungskontrolle vermittelt. Eine Ausnahme bildet die Anwendung von Prolaktinhemmern zur sicheren und nebenwirkungsarmen Abortauslösung in der zweiten Hälfte der Gravidität.

Prostaglandin F2alpha ist als Abortauslöser in der gleichen Graviditätsphase wirksam, aber weniger anwendungsfreundlich. In der konservativen Behandlung der offenen Pyometra dagegen ist die Möglichkeit der PGF2alpha-Anwendung ein entscheidender Fortschritt. Anöstrie lässt sich mit Gonadotropinen (PMSG, FSH und HCG) beheben und unerwünschte Laktation durch Prolaktinhemmer rasch unterdrücken. Unerwünschte sexuell geprägte Verhaltensweisen, wie das Harnspritzen nach Kastration, die mit Gestagenen nur zum Teil beherrscht werden können, sprechen zu 50 - 60 % auf Diazepam-Dauerbehandlung an.

Wie bei jeder anderen Tierart sind Grundkenntnisse über die tierartspezifischen neuroendokrinen Regulationen der Fortpflanzung unabdingbare Voraussetzung für den Einsatz von Hormonen zur Fortpflanzungsmanipulation. Ohne diese Einsichten ist kein Verständnis der Einsatzmöglichkeiten wie der erzielten Resultate mit Hormonen erreichbar. Das gilt sowohl für den Einsatz zur Fortpflanzungskontrolle als auch für die Anwendung zur Therapie von Fortpflanzungsstörungen bzw. von Erkrankungen von Fortpflanzungsorganen.

Mensch, Katze und Hund leben in enger Gemeinschaft seit wenigstens 4000 Jahren. Wenn man weiß, wie wenig Gesichertes über den domestikationsgeschichtlich viel älteren Hund bekannt ist, dann verwundert es nicht, dass der Wissensstand über die Fortpflanzungsbiologie und -endokrinologie der Katze - Kätzin wie Kater - noch wesentlich beschränkter ist. Die erst im letzten Jahrzehnt erhobenen detaillierten Befunde an der Kätzin ergänzen ältere Erfahrungen, lassen manches in neuem Licht erscheinen und bieten neue Ansätze zur Kontrolle normaler Fortpflanzung und von Fortpflanzungsstörungen.

Neue Einsichten in die Fortpflanzungsbiologie der Katze

Die Katze beiderlei Geschlechts zeigt eine jahreszeitlich gebundene Fortpflanzungssaison, die in den nördlichen und südlichen Breiten von der Tageslichtlänge abhängig ist. Innerhalb der Wendekreise ist die Saisonabhängigkeit nicht mehr nachzuweisen. Diese Saison beginnt etwa 30 - 60 Tage nach der Wintersonnenwende, je nach Breitengrad, und endet zwischen Ende Juli und Oktober. Freilebende Katzen haben 2 bis 3 Würfe in der Saison.

Der saisonale Brunstzyklus der Katze ist polyöstrisch und anovulatorisch; die Ovulation wird durch Koitus induziert. Durch wiederholte Kohabitation kommt es zum für alle Säuger typischen präovulatorischen LH-Gipfel, und etwa 25 - 32 Stunden danach beginnen die Ovulationen.

Belegungen verkürzen die Dauer der Brunst, die normalerweise mit 5 bis 8 (9) Tagen angegeben wird, nur unwesentlich; bleiben Belegungen aus, so kommt es zur Follikelatresie und zu einem 8 bis 9 Tage dauernden Diöstrus (Brunstintervall).

Follikelwachstum ist deutlich 48 Stunden vor Eintritt der nächsten Brunst.

Konzeption und Embryonalentwicklung sind begleitet von der raschen Bildung von Gelbkörpern. Ähnlich wie bei der Hündin steigt der Blutprogesteronspiegel noch während der Brunst rasch und kann bei Brunstende bereits erhebliche Werte erreichen (20 - 30 ng/ml). Die individuellen Schwankungen in den Blutprogesteronkonzentrationen im Verlauf der Gravidität sind erheblich. Obgleich Werte zwischen 5 und 15 ng/ml offensichtlich ausreichen, die 63 bis 66 Tage dauernde Gravidität aufrechtzuerhalten, sind unabhängig von der Zahl der Gelbkörper Werte zwischen 40 und 60 ng/ml beschrieben worden.

Erfolgte die Ovulationsinduktion durch einen vasektomierten Kater, oder kommt es zum Verlust von Embryonen oder der Feten in frühen Stadien der Gravidität, wird, anders als bei der Hündin, die Pseudogravidität nicht fortgesetzt; die Blutprogesteronwerte beginnen um den Tag 25 nach Belegung rasch und stetig abzufallen und erreichen um den 45. Tag Ausgangswerte. Unmittelbar danach kommt der Brunstzyklus wieder in Gang. Prolaktinwerte, die bis zur Mitte der Gravidität uncharakteristischen Schwankungen unterliegen, steigen etwa ab Tag 32 deutlich an und erreichen Maximalwerte - einen Anstieg um> 500 % - bei der Geburt. Unterbleibt die Laktation, so sinken die Prolaktinwerte rasch - innerhalb von etwa 10 - 14 Tagen - auf Ausgangswerte ab. Wird die Laktation in Gang gehalten, so bleibt der Blutspiegel für etwa 4 Wochen unverändert und sinkt dann erst langsam ab. Nach dem Absetzen werden die Basiswerte rasch erreicht.

Anders als bei der pseudograviden Hündin werden also die Gelbkörper der Pseudogravidität nicht für die Dauer einer Gravidität aufrechterhalten. Offensichtlich fehlt es an dem dafür notwendigen Prolaktin, was auch an der fehlenden Anbildung der Milchdrüse bei der pseudograviden Katze klinisch erkennbar ist. Damit ist jedoch die Möglichkeit gegeben, in die zweite Hälfte der Gravidität mit prolaktinhemmenden Wirkstoffen einzugreifen und auch auf die Laktation Einfluss auszuüben.

Fortpflanzungskontrolle mit Hormonen

Brunstverhütung und Zyklusunterbrechung

Vor 30 Jahren, als Begleiterscheinung zur Entwicklung der antikonzeptiven "Pille" für die Frau, erschienen die ersten Gestagenpräparate auf dem Weltmarkt. Trotz mancher Probleme haben sich die Gestagene bis heute auf dem Markt halten können. Die wichtigsten Produkte sind in den Tabellen 1 und 2 aufgeführt.

Tabelle 1. Fortpflanzungskontrolle mit Hormonen bei der Katze - Brunstverhütung/Zyklusunterbrechung

WirkstoffPräparateDosis (mg/kg)Anmerkungen
Gestagene, parenteral
Medroxyprogesteronacetat Perlutex® Susp. (27,8 mg/ml) 25 - 50 Gefahr von
Endometritis,
glandulär-zystischer
Hypertrophie
des Endometriums,
Pyometra
i. m./s. c. Supprestral® (50 mg/ml)
  Sedometril® Susp. (50 mg/ml)
Proligeston s. c. Covinan® (100 mg/ml) 10 - 30
  Delvosteron® (100 mg/ml)

Tabelle 2. Fortpflanzungskontrolle mit Hormonen bei der Katze - Brunstverhütung/Zyklusunterbrechung

WirkstoffPräparateGesamtdosisAnmerkungen
Gestagene, oral
Medroxyprogesteronacetat Perlutex® Tabl. (5 mg) 5 mg, einmal
wöchentlich
Langfristige
Anwendung möglich,
Behandlungsbeginn
vor Brunstsaison
zu bevorzugen,
Diabetes-Gefahr
  Sedometril® Tabl. (5 mg)*
  Supprestral® Tabl. (10 mg) 5 mg, alle 3 - 4 Tage
Megestrolacetat Ovaban? (5 mg) 5 mg, einmal
wöchentlich
  Niagestin® (human; 15 mg)
* plus 0,005 mg Ethinylestradiol

Nach wie vor gilt, dass die wirkungssicheren antigonadotropen, antiöstrogenen und antiandrogenen Effekte der Gestagene, wenn richtig eingesetzt, Brunstausschaltung, vor allem aber Zyklusunterbrechung langfristig - über Jahre - garantieren und Nebenwirkungen gering gehalten werden können. Überblickt man diesen Zeitraum, so fällt die geringe Zahl an Erfahrungsberichten auf. Wenn eigene umfangreiche, nur zum Teil publizierte Erfahrungen aus der Entwicklung von Präparaten zur Populationskontrolle von Hund und Katze mitberücksichtigt werden, lässt sich zusammenfassend sagen:

Die in Tabelle 1 zusammengestellten parenteral anzuwendenden Gestagene sind zwar wirkungssicher, aber mit Vorsicht bzw. Zurückhaltung zu benutzen. Die Gefahr der Induktion von Störungen am Endometrium (und Ovar), die von Endometritis bis zur Pyometra reichen können und häufig mit Ovarzystenbildung vergesellschaftet sind, ist nicht unerheblich. Aufgrund eigener Erfahrungen ist die therapeutische Breite der gefahrlosen Anwendung zu gering, um den parenteralen Einsatz von Gestagenen bei der Katze vertreten zu können.

Dagegen hat sich in den Händen vieler Praktiker die orale Anwendung von Gestagenen bewährt (Tabelle 2), wobei die Behandlung mit Medroxyprogesteronacetat im Vordergrund steht. Langfristige Anwendung von bis zu 3 - 5 Jahren ist beschrieben worden, wobei Wiederherstellung der Fertilität nach Unterbrechung der Behandlung erzielt wurde und Nebenwirkungen offensichtlich gering waren.

Halbierung der empfohlenen Dosierung von 5 mg auf 2,5 mg einmal wöchentlich war nicht immer ausreichend. Die Unterdrückung einer angelaufenen Brunst durch die tägliche Medikation mit 5 mg Medroxyprogesteronacetat ist möglich, erhöht jedoch die Gefahr von Nebenwirkungen. Wenn möglich, sollte deshalb mit der Gestagenbehandlung vor Saisonbeginn begonnen werden. Für die von einem Hersteller vertriebene Kombination von Medroxyprogesteronacetat mit einem oral wirksamen Östrogen (s. Tabelle 2) gibt es in der Literatur keine Anhaltspunkte. Bei der bekannten antiöstrogenen Wirkung von Medroxyprogesteronacetat ist die Bedeutung dieser Kombination unklar.

Nebenwirkungen sind gehäuft dann beobachtet worden, wenn Gestagene - vor allem Megestrolacetat - aus dermatologischer Indikation kurzfristig täglich bzw. über Wochen in kurzen Abständen gegeben wurde. Im Anschluss daran sind Fortpflanzungsstörungen, Depression, Pyometra und Diabetes mellitus (reversibel und irreversibel) beschrieben worden.
Antikonzeption und Nidationsverhütung

Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass eine einmalige orale Gabe von Gestagenen als "Pille danach" wirksam ist, wobei die Behandlung innerhalb von 24 Stunden nach Fehlbelegung erfolgen sollte (s. Tabelle 3).

Tabelle 3. Fortpflanzungskontrolle mit Hormonen bei der Katze - Trächtigkeitsverhütung/Abortauslösung

WirkstoffPräparateGesamtdosisAnmerkungen
1. Antikonzeption/Störung der Embyonalentwicklung
Chlormadinonacetat, oral Gestafortin® Tabl.
(human; 2 mg)
5 - 6 mg insgesamt
innerhalb von 24 Stunden
nächste Brunst
nach 35 - 45 Tagen
2. Nidationsverhütung
Östradiolester Diethylstilböstrol, parenteral   abzulehnen, da toxisch
3. Abortauslösung
Prolaktinhemmer oral Galastop?
(Cabergolin, Centralvet
SpA, Italien: 50 mg/ml)
5 µg/kg einmal täglich
für 4 - 6 Tage
Abort am 4. - 7 . Tag,
wirksam ab Tag 32,
nächste Brunst
nach 5 - 10 Tagen
Prostaglandin F2alpha
parenteral
Dinolytic® (5 mg/ml)
Glandin® (5 mg/ml)
0,5 - 1 mg/kg KM wirksam ab Tag 40
Progesteronhemmer
parenteral
RU486 (Mifepriston; human) einmal insgesamt
25 - 30 mg
Zuverlässigkeit
nicht sichergestellt

Wiederholte Anwendungen beim selben Tier hatte keine Auswirkung auf den Zyklus, der üblicherweise nach 35 - 45 Tagen wieder einsetzte und voll fertil war. Zur Anwendung kamen dabei Chlormadinonacetat und Delmadinonacetat; Erfahrungen mit Medroxyprogesteronacetat-Tabletten fehlen. Beim gleichartigen Wirkmechanismus dieser Gestagene kann jedoch mit einer diesbezüglichen Wirksamkeit gerechnet werden.

In Analogie zum Hund ist die parenterale Anwendung von Östrogenen zur Nidationsverhütung auch bei der Katze untersucht worden. Wegen der hohen Toxizität dieser Wirkstoffe (langwirksame Östradiolester und Diethylöstradiol als Suspension) ist von ihrer Anwendung dringend abzuraten.

Abortauslösung

Die Abortauslösung mit Prostaglandin F2alpha ist auch bei der Katze versucht worden (Tabelle 3). Dosen von 1 - 5 mg/kg Körpermasse waren während der ersten Hälfte der Gravidität unwirksam, während widersprüchliche Informationen über die Möglichkeit der Abortauslösung ab Tag 40 der Gravidität die Frage offen lassen, ob Prostaglandin F2alpha, trotz wiederholter Anwendung in Dosen von 0,5 - 1 mg/kg Körpermasse, allein genügend luteolytisch wirksam ist. Offensichtlich hat sich die Anwendung von Prostaglandin F2alpha bislang nicht eingebürgert; daran mögen auch die Nebenwirkungen der Prostaglandin-Anwendung beteiligt sein und die Notwendigkeit, die Katze zu hospitalisieren.

Im Gegensatz dazu ermöglicht die Anwendung von Prolaktinhemmern, Aborte sich und nebenwirkungsfrei in der zweiten Hälfte der Gravidität auszulösen. In eigenen Untersuchungen mit dem Prolaktinhemmer Cabergolin konnte an 12 Tieren und 40 Graviditäten gezeigt werden, dass orale Behandlung ab Tag 30 der Gravidität mit 5 - 15 µg/kg für 5 (4 - 10) Tage den Abort in allen Fällen auslöste. Behandlungen ab Tag 45 bis 50 können zur vorzeitigen Geburtsauslösung führen; da es jedoch gleichzeitig zu einer kompletten Involution der angebildeten Milchdrüse kommt, fehlt Milch, und das Überleben dieser Frühgeburten ist nicht gewährleistet. Die nächste Brunst war nach 5 bis 10 Tagen zu beobachten und war fertil.

Theoretisch bieten sich Antigestagene zu jedem Zeitpunkt der Gravidität als Abortauslöser an. Erste Erfahrungen mit RU486 (Mifepriston) bei Hund und Katze lassen erkennen, dass die Abortauslösung sicher beim Hund, aber möglicherweise weniger zuverlässig bei der Katze durchführbar ist.

Hormonale Therapie der Unfruchtbarkeit und von Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane

Die Behandlung der Anöstrie der anderweitig gesunden Katze kann mit Gonadotropinen, die FSH- und LH-Wirkungen haben, erfolgreich durchgeführt werden. Wird künstliche Besamung gewünscht, so kann mit GnRH Ovulation wirkungssicher ausgelöst werden (25 µg am 1. und 2. Brunsttag).

Wie auch bei der Hündin kann auch bei der Katze die offene Pyometra erfolgreich mit Prostaglandin F2alpha behandelt werden (Tabelle 4).

Tabelle 4. Hormonelle Therapie der Unfruchtbarkeit und von Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane.

IndikationWirkstoffDosis und Anwendung
 
1.Anöstrie PMSG 100 IU einmalig
    HCG nach 3,5 - 6 Tagen 50 IU
    FSH-P 0,75 mg/Tag: 5 Tage, 0,25 mg Tag 6
    HCG 375 IU Tag 6 und 7
 
2.offene Pyometra Prostaglandin F2alpha 0,1 - 0,25 mg/kg
    (s. Tabelle 1) 1 x oder 2 x täglich für 3 - 5 Tage
 
3.Mastitis Prolaktinhemmer:
Cabergolin
(s. Tabelle 1)
5 µg/kg 1 x täglich für 4 - 6 Tage
  Abstillen
  falsche Laktation
  Eklampsie
* als Begleittherapie

Dazu muss der Patient hospitalisiert, stabilisiert und überwacht werden, da eine einmalige oder zweimalige Behandlung am Tage über drei bis fünf Tage notwendig ist, die anfänglich starke Nebenwirkungen und Entleerungen des Uterusinhalts bewirkt.

Nebenwirkungen werden bei Wiederholungsbehandlungen schwächer. Bei etwa 5 % der Patienten muss die Behandlung wiederholt werden. Fast alle so behandelten Katzen wiesen danach einen normalen Zyklusverlauf auf; mehr als 80 % wurden tragend. Die Behandlung mit Prolaktinhemmern bietet sich an, wenn Abstillschwierigkeiten bestehen, vor allem bei frühem Verlust des Wurfs, vorzeitigem Absetzen oder dem Auftreten von Mastitis (s. Tabelle 4). Auch bei den verhältnismäßig seltenen Krankheitsbildern der Pseudogravidität mit "falscher Laktation" und der postpartalen Eklampsie bietet sich die Behandlung mit Prolaktinhemmern an. Gestagene sind frühzeitig nicht nur zur Fortpflanzungskontrolle, sondern auch zur Kontrolle unerwünschter Verhaltensweisen bei Hund und Katze verwandet worden, insbesondere zur Verhinderung des Markierens mit Urin, das selbst nach Kastration noch bei etwa 10 % der männlichen und bei etwa 5 % der weiblichen Katzen beobachtet wird. Allerdings ist diese Behandlung (100 mg Medroxyprogesteronacetat-Suspension bei männlichen und 50 mg bei weiblichen Tieren oder 5 mg Medroxyprogesteronacetat oder Megestrolacetat oral für 7 bis 10 Tage, danach in mehrtägigen Abständen für 6 Monate) nur beschränkt wirksam: Nur bei 60 - 70 % der kastrierten Kater und nur bei 15 - 30 % der kastrierten Kätzinnen konnte das Spritzen durch Gestagene ausgeschaltet werden. Diese Nichtreagenten sprechen jedoch zu 50 - 60 % auf eine Behandlung mit Diazepam (Valium: 1 - 2 mg pro Katze 2 x täglich an, was darauf hinweist, dass möglicherweise zwei verschiedene zentralnerval gesteuerte Auslöser zu gleichem Verhalten führen können.